Landesparteitag in Nürnberg

Der neue Landesvorstand

Die bayrischen Mitglieder der Alternative für Deutschland haben am 3./4. Oktober in Nürnberg einen neuen Vorstand gewählt.
Vorsitzender ist nun Petr Bystron aus München, seine Stellvertreter sind Werner Meier (Neumarkt i.d.Opf.), Prof. Michael Wüst (Hof) und Ralf Steinmeier (München).
Ferner gewählt wurden Andreas Strixner aus Ingolstadt als Schatzmeister und Martin Hebner (Starnberg) als Schriftführer.

Die weiteren Vorstände sind Katrin Ebner-Steiner (Stellvertr. Schatzmeister, Deggendorf), Alexander Merz (Stellvertr. Schriftführer, Gersthofen), sowie Edeltraud Schwarz (Landsberg am Lech), Thomas Fügner (München) und Georg Hock (Kulmbach).

Nähere Informationen zu den Vorständen finden Sie hier: Landesvorstand Bayern.

Weitere Höhepunkte des Parteitags waren die Grußworte der Bundesvorsitzenden Frauke Petry und der Stellvertr. Bundessprecherin und EU-Parlamentarierin Beatrix von Storch.

Am Sonntag wurden die Mitglieder des Bundeskonvents, des Landesschiedsgerichts und die Rechnungsprüfer gewählt.

Der gesamte Parteitag verlief ruhig und harmonisch. Weder Störungen der Veranstaltungen von außen noch interne Streitigkeiten beeinträchtigten die Veranstaltung.

Bilder vom Parteitag

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Bewerbungs-Ansprachen

Die Video-Aufzeichnungen der Bewerbungsreden der gewählten Kandidaten, vom Vorsitzenden bis zum dritten Stellvertreter, können Sie hier betrachten:

Petr Bystron

Landesvorsitzender


Petr Bystron wurde mit 160 JA-Stimmen gewählt.

Auf seine Gegenkandidaten fielen folgende Stimmen:

Stefan Lenzen: 1
Delbert Alexander: 6
Raimund Swoboda: 74

17 Nein-Stimmen

Werner Meier

1. Stellvertretender Landesvorsitzender

Werner Meier wurde mit 170 JA-Stimmen gewählt.

Auf seine Gegenkandidaten fielen folgende Stimmen:

Herr Delbert Alexander: 0
Herr Raimund Swoboda: 10
Herr Thomas Fügner 19
Herr Martin Sichert 74

Keine Nein-Stimmen

Prof. Dr. Michael Wüst

2. Stellvertretender Landesvorsitzender


Michael Wüst wurde in einer Stichwahl mit 161 Stimmen gewählt.

Auf seine Gegenkandidaten im ersten Wahlgang fielen folgende Stimmen:

Gestimmt haben mit Nein 0
Delbert Alexander: 0
Raimund Swoboda: 8
Thomas Fügner 11
Monica-Ines Oppel 17
Ursula Bachhuber 18
Martin Sichert 60
Edeltraud Schwarz 59

In der Stichwahl setzte sich Michael Wüst gegen Martin Sichert mit 161 zu 89 Stimmen durch.

Ralf Steinmeier

3. Stellvertretender Landesvorsitzender


Ralf Steinmeier wurde in einer Stichwahl mit 128 Stimmen gewählt.

Auf seine Gegenkandidaten im ersten Wahlgang fielen folgende Stimmen:

Gestimmt haben mit Nein 0
Delbert Alexander: 0
Raimund Swoboda: 1
Monica-Ines Oppel 1
Martin Sichert 30
Edeltraud Schwarz 36
Hans-Jörg Müller 64
Ralf Steinmeier 105
In der Stichwahl setzte sich Ralf Steinmeier mit 128 zu 80 Stimmen gegen Hans-Jörg Müller durch.

Positionspapier Asyl

Am Abend diskutieren die Mitglieder des Parteitags das aktuelle Asylchaos und verabschieden ein Positionspapier „Asyl“ mit neun Maßnahmen zu der Eindämmung der Krise.

Das Papier prangert auch die Doppelzüngigkeit und Heuchelei der bayerischen CSU an und fordert diese zum Austritt aus der Großen Koalition auf.

Die Forderungen…

1         Dauerhafte Sicherung aller nationalen Grenzen

Wir fordern die dauerhafte Aufrechterhaltung der Kontrollen an den deutschen Grenzen. Personen, die einen Asylantrag stellen wollen, sind von der Bundespolizei gemäß ihrem gesetzlichen Auftrag aufzuhalten und zurückzuweisen, anstatt sie geregelt einreisen zu lassen.

Gleichzeitig ist die Visumpflicht für die Länder des Westbalkans (Albanien, Bosnien und Herzegowina, Mazedonien, Montenegro, Serbien) wieder einzuführen.

2         Konsequente Abschiebung anstatt Legalisierung und Bleiberecht für ausreisepflichtige Ausländer

Mit dem zum 01.08.2015 in Kraft getretenen Gesetz zur „Neubestimmung des Bleiberechts und der Aufenthaltsbeendigung“ hat die Bundesregierung außer einigen zu begrüßenden asylrechtlichen Klarstellungen in verfassungswidriger Weise die Weichen zur Legalisierung illegaler Einwanderung gestellt. Das Gesetz sieht ein neues Bleiberecht für Ausländer vor, die aufgrund stereotyp verlängerter Duldung mehrere Jahre in Deutschland verbracht haben (4 bis 8 Jahre). Wer als Ausländer seine Abschiebung lange genug abwenden kann, wird mit einer Aufenthaltserlaubnis belohnt!

Dieses Gesetz muss umgehend korrigiert und mit folgenden Forderungen ergänzt werden:

  • die konsequente Abschiebung abgelehnter Asylbewerber
  • die Verschärfung der Nichtanerkennungsregeln bei Straftaten von Asylbewerbern
  • die Einschränkung des Asyl-Missbrauchs unter dem Deckmantel „unbegleiteter minderjähriger Flüchtling“ (Altersbestimmung, Verschärfung der Nachzugsregelungen)

3         48-Stunden-Schnellverfahren

Solange die Voraussetzungen für die Asylbeantragung im Ausland noch nicht gegeben sind, müssen Asylanträge aus sicheren Herkunftsstaaten, sowie Anträge von Antragstellern, die über sichere Drittstaaten eingereist sind, innerhalb von 48 Stunden beschieden werden. Des Weiteren müssen Asylanträge, die ohne urkundlichen Nachweis von Staatsangehörigkeit und Identität gestellt werden, als offensichtlich unbegründet oder unzulässig innerhalb derselben Frist abgelehnt werden.

4         Die ausnahmslose erkennungsdienstliche Erfassung von Asylbewerbern

Die aufgrund der Überlastung der Bundespolizei und deren veralteten Technik teilweise ausgesetzte erkennungsdienstliche Erfassung der Asylbewerber ist gesetzeswidrig und nicht hinnehmbar. Die Erfassung ist durch organisatorische Maßnahmen und einer bedarfsgerechten Aufstockung von Personal sicherzustellen, um Asyl- und Sozialhilfe-Missbrauch zu verhindern.

5         Ausweitung der sicheren Herkunftsstaaten

Die Liste der sicheren Herkunftsstaaten nach § 29 a Asylverfahrensgesetz ist zu erweitern um alle Staaten, welche die Genfer Flüchtlingskonvention unterzeichnet haben, es sei denn, einer dieser Staaten macht sich offenkundig schwerster Menschenrechtsverletzungen schuldig. Alternativ ist ein sicherer Herkunftsstaat jeder Staat mit einer Anerkennungsquote von unter 2 %.

Menschen aus sicheren Herkunftsländern können einen Anspruch auf politisches Asyl nicht geltend machen.

6         Einrichtung von Asylzentren

Wir fordern die Einrichtung zentraler Auffangzentren jenseits der Außengrenzen der EU, in nationaler Zuständigkeit oder EU- oder UNHCR- Verwaltung. Asylgesuche an unseren Grenzen werden abgewiesen und eine Einreise abgelehnt.

7         Sach- statt Geldleistungen

Als Sofortmaßnahme sind Leistungen für Asylbewerber ausschließlich als Sachleistungen zu gewähren; abgelehnte Asylbewerber erhalten Sachleistungen auf Dauer. Bargeld darf es erst nach Anerkennung des Asylantrages geben. Das gesamte übrige Anreizsystem ist umfassend abzubauen. Dazu erforderliche gesetzgeberische Maßnahmen sollten ebenso schnell umgesetzt werden wie Parlamentsentscheidungen zu Eurorettungsaktionen.

8         Kürzung der jährlichen EU-Umlage

Durch das rechtswidrige Verhalten von EU-Mitgliedsländern werden Asylkosten in erheblichem Umfang nach Deutschland verlagert. Solange dieses rechtswidrige Verhalten andauert soll Deutschland seine jährliche EU-Umlage entsprechend kürzen und seine Zurückbehaltungsrechte geltend machen.

Alle asylrechtsbedingten Kosten sind von den Ländern zu erstatten, aus denen die Immigranten eingereist sind. Soweit diese Vorgänge nicht aufklärbar sind, da etliche sichere Nachbarstaaten keine Personenerfassung durchführen, hat die EU Deutschland die insoweit aufgebürdeten Kosten zu erstatten. Dies erfolgt durch endgültige Verrechnung dieser Kosten mit deutschen EU-Beiträgen.

9         Beendigung der Heuchelei in der Flüchtlingspolitik der Großen Koalition

Die Große Koalition unter Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die ungebremste Völkerwanderung von Millionen von Zuwanderern nach Deutschland zu verantworten. Dieser Großen Koalition gehört auch die CSU aus Bayern an.

Die CSU bekämpft öffentlich die Flüchtlingspolitik der Großen Koalition wie eine Oppositionspartei.

Die AfD fordert deshalb die CSU auf, aus der Großen Koalition auszutreten und so ihre Doppelzüngigkeit und Heuchelei gegenüber dem deutschen Volk zu beenden.

Das gesamte Papier…