Kritik an Ausgrenzung der Partei beim Katholikentag in Leipzig und am Milliardengeschäft der Wohlfahrtsverbände mit der Flüchtlingskrise

MÜNCHEN/ LEIPZIG. Zum Auftakt des 100. Katholikentags in Leipzig hat der bayerische AfD-Vorsitzende Petr Bystron der Kirche „Scheinheiligkeit und einseitige politische Einmischung“ vorgeworfen. Unter „dem Deckmantel der Nächstenliebe“ verdiene die Kirche über ihre Wohlfahrtsverbände Milliarden Euro an der Flüchtlingskrise. Gleichzeitig liefen beiden großen Kirchen jährlich zu Hunderttausenden die Mitglieder davon. Bystron fordert zudem „ein Ende der Kirchensubventionierung durch Steuergelder“.

Er kritisierte, dass beim Katholikentag zwar Vertreter von Parteien einschließlich der Linken und der Zentralrat der Muslime auftreten, die AfD aber ausgegrenzt wird. Diese einseitige Parteinahme habe Thomas Sternberg, Präsident des Zentralkomitees der Katholiken (ZdK), in einem Interview mit der Tageszeitung „Die Welt“ offen zugegeben als er sagte: „Das ZdK engagiert sich stark politisch.“ Bystron bezweifelt, dass Sternberg, der zugleich CDU-Landtagsabgeordneter in Nordrhein-Westfalen ist, die für seine Kirchenfunktion nötige Unvoreingenommenheit gegenüber allen gesellschaftlich relevanten Gruppen besitzt. Das ZdK ist die höchste Vertretung der katholischen Laien in Deutschland.

Der AfD-Landesvorsitzende kritisierte auch, dass die Amtskirchen „mit ihrer realitätsblinden Willkommens-Kultur gegenüber Migranten aus islamisch geprägten Ländern ihren rapiden Bedeutungsverlust noch verschärft“ und warnte: „Von der Nächstenliebe und Selbstlosigkeit ist es nur ein kleiner Schritt zur Selbstaufgabe.“ Es gebe einen großen Unterschied zwischen der Wahrnehmung der islamischen Zuwanderung in den Reihen der Gläubigen und dem Handeln der Amtsfunktionäre der Kirche.

Allein 2014 traten 217.716 Katholiken aus ihrer Kirche aus, die gleichzeitig 5,7 Milliarden Euro Kirchensteuer erhielt. Die evangelische Kirche erhielt fünf Milliarden Euro Kirchensteuer, obwohl sie 410.000 Gläubige durch Austritt verlor, rief Bystron in Erinnerung. Wie an der Spitze der katholischen Amtskirche überdecken auch bei den Protestanten parteipolitische Interessen die Bedürfnisse der Gläubigen, so Bystron, weil der Ratsvorsitzende der Evangelische Kirche in Deutschland (EKD), der bayerische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm, zugleich Mitglied der SPD ist.

Der AfD-Landeschef wirft beiden Kirchen vor, aus kommerziellen Gründen ein großes Interesse an weiterer Flüchtlingszuwanderung zu haben: „Die vordergründig propagierte Flüchtlingsfreundlichkeit finanziert zugleich eine gigantische Wohlfahrtsindustrie unter dem organisatorischen Dach der Kirchen.“ Branchenführer seien mit einer Million Angestellten die katholische Caritas und das evangelische  Diakonisches Werk. Die Caritas sei der größte private Arbeitgeber in Deutschland. „Kirchliche Organisationen und Unterorganisationen nutzten zur Gewinnmaximierung oft die Hilfsbereitschaft unbezahlter Ehrenamtlicher über Monate aus, während sie Kommunen, Land und Bund für Aufbau und Betrieb von Flüchtlingsunterkünften saftige Rechnungen schreiben“, kritisierte Bystron und forderte öffentliche Transparenz dieser Geschäftsbeziehungen, die zum überwiegenden Teil aus öffentlichen Geldern bezahlt würden. Zur Versorgung der Flüchtlinge werden bis 2020 laut Bundesfinanzministerium 93,6 Milliarden Euro zur Verfügung stehen. „Das größte Stück von diesem Kuchen werden sich die über 100.000 kirchennahen Wohlfahrts-Unternehmen schnappen und sie weiter zur Boom-Branche in der Krise machen“, erklärte der AfD-Landesvorsitzende.

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Petr Bystron / AfD-Landesvorsitzender

Alternative für Deutschland

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